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Gastronomie

Robo-Restaurants - vom Event zum Mainstream

Backautomat, Thermomix und Co.: In der Küche ist Automatisierung schon lange gelebte Wirklichkeit. Doch beim Thema Roboter denken die meisten Menschen weiterhin vor allem an Industrieroboter – oder an Star Wars. Jetzt steht ihr Einzug auch in der Gastronomie bevor.

17.02.2016

Roboter spielen bisher allenfalls in Event-Restaurants eine Rolle. In China zum Beispiel sind humanoide Roboter Koch und Kellner zugleich. Doch wie sieht es mit der bereits stark industrialisierten, oft verteufelten und doch überaus erfolgreichen Systemgastronomie aus? 

Hier bahnt sich ein Umbruch an. Denn menschliche Arbeitskraft ist der wesentliche Faktor und damit auch ein zentraler Kostenpunkt in der Gastronomie. Überschreitet dieser Faktor aus Unternehmenssicht eine gewisse Schwelle, lohnt sich die Investition in Kapitalgüter, in Maschinen also, die menschliche Arbeitskraft ersetzen. Im verarbeitenden Gewerbe ist diese Entwicklung schon seit langem zu beobachten. 

Für den Gastronomiegiganten McDonald’s scheint nun die Rentabilitätsschwelle überschritten zu sein. Im Sommer eröffnete McDonald’s in den USA die erste fast ausschließlich durch Roboter betriebene Filiale. Die Gäste bestellen ihren Menüwunsch via Touchscreen. Im Hintergrund werkeln die Automaten. Das Menü kommt verpackt zum Abholschalter. Bezahlt wird per Karte am Terminal. 

Hier geht es nicht um einen “Hingucker” für die Gäste. Hier geht es um knallharte betriebswirtschaftliche Kalkulationen. Der Konzern plant, bis Ende 2016 in den USA 25.000 dieser Filialen zu eröffnen. Diese Entwicklung wird künftig in ähnlicher Weise weite Teile der Systemgastronomie erfassen. 

In Ihrer Lieblings-Pizzeria oder dem Sterne-Restaurant werden Sie wohl auch in Zukunft wie gewohnt von Menschen bekocht und bedient. Doch die Systemgastronomie, wie wir sie seit Jahrzehnten kennen, wird in Zukunft deutlich anders aussehen. Auch der sogenannte Niedriglohnsektor wird durch die kommende Automatisierungswelle erfasst werden.

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