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13.07.2015

Unternehmenssicherheit im Umbruch: Studie untersucht Wandel bis 2030

Big Data und zunehmende Vernetzung, neue Arbeitsformen, Globalisierung und Flexibilisierung stellen die Wirtschaft vor neue Herausforderungen bei der Unternehmenssicherheit. Firmen müssen sich schon jetzt darauf einstellen. Das ist die zentrale Aussage der branchenübergreifenden Studie „Corporate Security 2030: Challenges & Opportunities“ unter Beteiligung von Topmanagern von Bayer, Daimler, Deutsche Telekom, Deutsche Post DHL, und RWE.

Die Unternehmenssicherheit muss sich wandeln hin zu einem flexiblen und kreativen Berater für stärker eigenverantwortliche Mitarbeiter. Dr. Karlheinz Steinmüller, Wissenschaftlicher Direktor

Eine neue Studie von Z_punkt in Kooperation mit der EBS Business School identifiziert zentrale Herausforderungen für die Unternehmenssicherheit der Zukunft.

Initiatoren der Studie sind das international tätige Beratungsunternehmen für strategische Zukunftsfragen Z_punkt The Foresight Company und das Strascheg Institute for Innovation & Entrepreneurship (SIIE) der EBS Business School. Für die Prognosen und Handlungsempfehlungen zu Sicherheitsthemen bis zum Jahr 2030 haben sie die Sicherheitsexperten und Topmanager der beteiligten Unternehmen nach ihren Einschätzungen gefragt und Fachleute des Verbands für Sicherheit in der Wirtschaft Nordrhein-Westfalen e. V. mit einbezogen.

Die Studie identifiziert drei zentrale Herausforderungen für die Unternehmenssicherheit der Zukunft:

  • Die Informationssicherheit im weitesten Sinne bleibt eine gemeinsame Aufgabe von Sicherheitsexperten, IT und Management.
  • Zugleich müssen sich Unternehmen in Zeiten weltweiter Unsicherheiten darauf vorbereiten, schnell auf Störungen besonders bei kritischen Infrastrukturen wie zum Beispiel Energie, Transport oder IT-Netze zu reagieren. Die Autoren der Studie warnen davor, sich an dieser Stelle allein auf staatliches Handeln zu verlassen.
  • Nicht zuletzt erfordern ein neues Arbeiten mit Homeoffice, dezentral verstreuten Arbeitsplätzen und Outsourcing, eine vernetzte Produktion, offene Innovationsprozesse und Kunden als Wertschöpfungspartner eine Neudefinition der Unternehmenssicherheit.

Mehr Eigenverantwortung für Mitarbeiter

„Die Unternehmenssicherheit muss sich wandeln hin zu einem flexiblen und kreativen Berater für stärker eigenverantwortliche Mitarbeiter“, beschreibt Dr. Karlheinz Steinmüller eine wichtige Empfehlung der Studie. Der Experte für Unternehmenssicherheit und wissenschaftliche Direktor bei Z_punkt plädiert dafür, Begriffe wie „Schutz“, „Geheimhaltung“ und „Vertraulichkeit“ neu zu bewerten und die Kosten für Sicherheit und den Wert von Daten neu abzuwägen. Z_punkt-Gründer und Mitautor der Studie Klaus Burmeister ergänzt: „Ich warne davor, sich bei der Unternehmenssicherheit einseitig auf technologische Lösungen zu konzentrieren. Der Faktor Mensch ist mindestens genauso wichtig.“

Die Studie zur Unternehmenssicherheit empfiehlt, Wissensträger möglichst langfristig an das Unternehmen zu binden und Mitarbeiter verstärkt in die Lage zu versetzen, verantwortungsvoll mit kritischen Informationen und Daten umzugehen.