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Energie

Stromzähler To Go: Kleine Innovation mit großem Potenzial

Einen Kühlschrank kaufen mit fünf Jahren Energiekosten inklusive? Derzeit ist das noch schwer vorstellbar, denn Strom bezieht man schließlich von dem Versorger, mit dem man ein Vertragsverhältnis eingegangen ist. Was ungewohnt klingt, ist ein Vorgeschmack auf einen tiefgreifenden Umbruch im Stromvertrieb und in den Geschäftsmodellen von Geräteherstellern.

13.11.2015

Das Berliner Start-Up Ubitricity will derzeit die Antwort auf die Gretchenfrage der E-Mobilität gefunden haben: Wo und wie der E-Mobilist denn nun sein Gefährt aufladen und abrechnen kann. Ubitricity präsentiert eine denkbar einfache Lösung: Mit smarten Ladekabeln kann der Nutzer sein E-Auto an öffentlich zugänglichen Ladesäulen aufladen und über eine eRoaming-Plattform abrechnen. Der Stromvertrag steckt quasi im Ladekabel im Kofferraum.



Denkt man diese Idee konsequent weiter, dann könnte dieses Modell, neben einer Lösung für das Lade- und Abrechnungsproblem bei E-Autos, das Geschäftsmodell im Stromvertrieb auf den Kopf stellen. Für Energieversorger ist dies Bedrohung und Chance zugleich.

Mit Hilfe von vernetzten Stromzählern, die man schnell und einfach vor ein Elektrogerät schalten kann, ergeben sich ganz neue Perspektiven für Energieversorger und Handel: Größere Verbraucher wie Kühl- und Gefrierschränke, aber auch öffentliche Straßenbeleuchtung und Stadtmöblierung, könnten in Zukunft als Inklusiv-Paket mit dem Energieverbrauch für die nächsten X-Jahre vertrieben werden.

Autohersteller machen es vor: Tank- oder Parkgutscheine werden als Extra auf den Neuwagen draufgepackt. Ein Kühlschrank oder eine Wärmepumpe ließen sich so im Paket mit fünf Jahren lokalem PV-Strom oder Hochsee-Windstrom für ihren Betrieb vermarkten. Hersteller sehr sparsamer Modelle hätten plötzlich einen enormen Wettbewerbsvorteil. Es ist gut vorstellbar, dass die Technik mit kleineren Modifikationen auch für das Demand Side Management oder als Strompreis-Ampel bei variablen Preisen eingesetzt werden könnte – die informationstechnische Anbindung existiert bereits. Das lange Warten der Energieversorger auf den Smart Meter-Rollout in der Fläche hätte sich erledigt.

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