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Gesundheit

Roboter besteht Zulassungsprüfung für Mediziner

Die Anwendungen für künstliche Intelligenz im Bereich der Medizin nehmen beständig zu – von der diagnostischen Analyse bei bildgebenden Verfahren über die Auswertung von Patientendaten bis hin zu kontextspezifischen Unterstützungsfunktionen während Operationen. Große Player und kleine Start-Ups investieren beträchtliche Ressourcen in Forschung und Entwicklung.

23.01.2018

Doch wie schlagen sich die KIs im Vergleich mit menschlichen Ärzten? Ziemlich gut! Vor wenigen Monaten nahm in China eine Diagnostik-KI der Firma iFlytek, deren Mensch-Maschine-Interface in einem mobilen Roboter namens Xiaoyi integriert ist, an der staatlichen Prüfung für Mediziner teil – und bestand die Prüfung mit überdurchschnittlichem Ergebnis. Das ist beachtlich, auch wenn die KI weit hinter dem durch einen Menschen erzielten Bestwert zurückblieb. Xiaoyi kann automatisch Patientendaten auswerten und eine erste Diagnose stellen.

Ziel von iFlytek ist es jedoch nicht, mit menschliche Mediziner durch künstliche Intelligenz zu ersetzen. Vielmehr soll die KI künftig Allgemeinmediziner bei der Arbeit unterstützen. Gerade in ländlichen Räumen in China sind Ärzte knapp. Mit KI-Unterstützung könnte ihre Produktivität gesteigert werden. Dann würden mehr Menschen Zugang zu medizinischer Versorgung erhalten. Dies könnte auch für die Gesundheitssysteme weltweit eine Verbesserung der Versorgung ermöglichen. 

In der öffentlichen Debatte über Automatisierung durch künstliche Intelligenz und Robotik stehen derzeit vor allem die Risiken für den Verlust von Arbeitsplätzen im Vordergrund. Xiaoyi zeigt jedoch auch die Chancen des technischen Fortschritts für Bereiche mit hohem Mangel an Fachkräften.

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