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Technologie & Maschinenbau

Wundermaterial Graphen

Das Wundermaterial Graphen geistert bereits einige Zeit durch die Zukunftsanalysen. Weil der Werkstoff aufwendig herzustellen ist, schien sein Disruptionspotenzial bisher gering. Das könnte sich jetzt ändern.

21.09.2015

Die Eigenschaften von Graphen muten wundervoll an: flexibel und gleichzeitig extrem stabil, optisch transparent, ein exzellenter Stromleiter, um nur einige seiner Eigenschaften zu nennen. Die neuen technischen Möglichkeiten dieses Werkstoffes scheinen unbegrenzt – sie reichen von Tarnkappen und Tapeten, die sich in Monitore verwandeln können bis hin zu Katalysatoren für Brennstoffzellen und ultraschnellen Datentransistoren. Graphen wurde bisher mittels Tesa-Film von Graphitstiften abgezogen, die Herstellung somit viel zu aufwendig, um größere Mengen zu gewinnen. Forscher der RWTH Aachen und des Forschungszentrums Jülich haben erfolgreich eine neue Methodik entwickelt, die den Weg für eine wirtschaftliche Fertigung von Graphen ebnen könnte. Das neue Verfahren funktioniert mit chemischer Gasphasenabscheidung und ist leichter skalierbar sowie kostengünstiger.

Auch wenn die Herstellung vor allem chemisches Know-how erfordert, hat Graphen das Potenzial auch den Maschinenbau und die industrielle Fertigung zu verändern. Denn zur Bearbeitung und Weiterverarbeitung dieses Werkstoffes sind neue Werkzeuge und Anlagen notwendig. Die Herstellprozesse in vielen Industrien würden komplett anders aussehen, wenn zum Beispiel keine Stahlseile sondern Graphenseile hergestellt werden. Die Wirkung wäre wohl vergleichbar mit der Entscheidung von BMW, seine Fahrzeuge aus Karbonfasern herzustellen. Mit dem Aufkommen neuer Materialien entstehen neue Herausforderungen, aber auch neue Marktchancen. Maschinenbauer und produzierende Unternehmen, die sich rechtzeitig positionieren, haben gute Chancen neue Märkte zu erobern.

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