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Maschinenbau

Der Maschinenbauer als Aggregator und Orchestrator

Mit dem Wort Business-Ökosystem verbindet man die Produkte von Unternehmen wie Amazon, Apple, Alibaba oder Tencent. Aber auch im Maschinenbau zeigen sich im Rahmen der Industrie 4.0 Schritte in Richtung einer Ökosystemlogik.

23.01.2018

Industrie 4.0 bringt einen tiefgreifenden Wandel der Branche mit sich, der über die viel diskutierte Fertigung in Losgröße 1 hinausweist. Das zeigt das Beispiel des Maschinenbauers Trumpf. Drei Meldungen aus den vergangenen Monaten:

  • Das neue digitale Logistikzentrum von Trumpf am Standort Ditzingen verspricht den europäischen Kunden eine Lieferung am nächsten Tag. Ein wichtiger Schritt, denn eine reibungslose Logistik ist die Voraussetzung, um die Auslastung der intelligenten und hochautomatisierten Fabrik von morgen zu optimieren. 
  • Trumpfs neue intelligente Fabrik in Chicago gilt als Vorreiter in Sachen Vernetzung und Automatisierung bei der Angebotserstellung, Materialbeschaffung, Planung und Fertigung.
  • Die App-Lösungen der Trumpf-Tochtergesellschaft Axoom bieten nicht nur Informationen zu Stillstands- und Durchlaufzeiten, sondern vernetzten auch Kunden und Lieferanten. Partner können eigene Apps für andere Nutzer über Axoom bereitstellen und profitieren gegenseitig. So werden Netzwerkeffekte realisiert – mit steigender Nutzerzahl steigt die Attraktivität des Ökosystems bis hinzu zu einem Lock-In-Effekt.

Fügt man die drei Puzzleteile – das digitale Logistikzentrum, die digitale Fabrik, die Geschäftsplattform – zusammen, zeigt sich, wohin sich die Branche in Zukunft entwickeln könnte. Tatsächlich werden hier die Konturen eines Business-Ökosystems sichtbar, wie wir es von den großen Plattformanbietern aus dem IT-Bereich kennen. Das Ökosystem eines Maschinenbauers der Zukunft verknüpft intelligente Logistik mit Produktion und Wartung und bindet die Marktteilnehmer über eine übergreifende Geschäftsplattform an sich. Mit diesem Dreiklang entstehen Mehrwerte rund um den Komplex „Predictive X“. So trägt der Maschinenbau dazu bei, dass Logistik, Produktion und Wartung verschmelzen und menschliche Eingriffe entlang der Wertschöpfungskette eine immer geringere Rolle spielen. Der Maschinenbauer wird damit zum Aggregator, Orchestrator und Vermarkter einer „Lights Out Value Creation“, bei der die Wertschöpfung weitgehend unbeaufsichtigt abläuft.

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