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Mobilität

Car2Go mit persönlichem Touch

Die sterilen Charsharing-Autos sollten heimeliger werden. Die Personalisierung der Leih-Autos wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor, der allerdings noch ausbaufähig ist.

21.09.2015

Carsharing hatte – bisher zumindest – einen entscheidenden Nachteil: Die Fahrzeuge wirken unpersönlich und steril. Auch wenn dies zugunsten von Sauberkeit und Standardisierung unvermeidbar war, fühlt man sich in einem geliehenen Fahrzeug nie so recht zu Hause. Der Ausgleich dieses Nachteils wird schon seit langem als ein Schlüssel für die Ausweitung der Nutzerzahlen diskutiert. Car2Go hat sich nun als erster Anbieter der Sache angenommen: Seine 1.250 Smarts in Vancouver (Kanada), die seit August die dortige Flotte verdoppeln, sind mit Smartphone-Verbindungen ausgestattet. Die Nutzer können ihre Smartphones über Bluetooth oder USB mit dem Touchscreen des Smarts vernetzen, darüber ihr Musik hören oder über Freisprechanlage telefonieren und so etwas persönliche Atmosphäre ins Auto bringen.

Was wie eine Spielerei wirkt, könnte für den Erfolg von Carsharing entscheidend sein. Die Verknüpfung von Smartphone und Fahrzeug ist dabei nur ein Anfang, denn im Zuge der Digitalisierung von Fahrzeugen werden noch ganz andere Personalisierungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Denkbar ist die automatische Wiedererkennung von Nutzern oder die Hinzubuchung von Leistungs- oder Sicherheitspaketen. Auch die Gestaltung der Außenhaut oder des Innenraumes könnte zur Personalisierung des Autos beitragen – etwa mit eingelassenen LEDs und Bildschirmen, über die man die Farbgebung verändern kann. Zugegeben – dies ist eine Spielerei – aber in jedem Fall ein interessanter Zusatznutzen gegenüber herkömmlichen Fahrzeugen.

Noch persönlicher wäre es, wenn in Zukunft autonome Carsharing-Fahrzeuge eigenständig zum Nutzer kommen statt umgekehrt. Ein Service, der insbesondere in Gebieten mit Parkplatznot, einige glückliche Kunden finden würde.

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