Newsletter Dezember 2011

THEMEN

NACHHALTIGE ZUKUNFTSMÄRKTE 2020

EU-FORESIGHT-PROJEKT iKNOW

ZUKUNFT DER STROMVERSORGUNG

 

EDITORIAL

Liebe Leserinnen und Leser,

wir leben in einer Zeit, in der sich Sichtweisen schnell und radikal ändern können. Vor etwa zwei Jahren stellten wir Ihnen unseren Ansatz „Nachhaltigkeit als Wachstumsstrategie“ vor und starteten eine erste Umfrage zu nachhaltigen Zukunftsmärkten.

Im Top-Management der Unternehmen, so unsere damalige Wahrnehmung, wirkte diese neue Perspektive teilweise noch verstörend. Wenn Sie in den letzten Tagen den neuen BASF-Chef
Kurt Bock über die Zukunftsstrategie des Chemieriesen sprechen hören, hat sich hier offensichtlich
ein Paradigmenwechsel vollzogen. Die BASF sieht Nachhaltigkeit als das Kernthema der Zukunft
und verbindet damit ambitionierte Wachstumsziele.
Diese Entwicklung erfreut uns in zweifacher Hinsicht: Erstens sind wir mit unserem Strategiekonzept mehr als zeitgemäß, und zweitens beginnen die Unternehmen nun ernsthaft, Nachhaltigkeit als Teil ihres Strategiekerns zu etablieren.

Wenn die Politik nicht handlungsfähig ist, dann sind es möglicherweise die Unternehmen, die eine nachhaltigere Wirtschaftsweise vorantreiben.

Wir wünschen Ihnen viel Gewinn bei der Lektüre unseres Weihnachts-Newsletters.

Herzlich, Ihr Z_punkt Führungsteam
Klaus Burmeister, Cornelia Daheim, Andreas Neef, Holger Glockner

SPOTLIGHT: NEUE UMFRAGE

Neue Umfrage: Nachhaltige Zukunftsmärkte 2020
Welche Zukunftsmärkte haben das größte Potenzial? Welche Regionen und Branchen werden profitieren? Worin besteht ihr Beitrag zur Lösung globaler Probleme? Machen Sie mit beim Update 2012 unserer Umfrage zu nachhaltigen Zukunftsmärkten und gewinnen Sie eine Freikarte zum „trendforum 2012“ am 21./22. März 2012 im Berliner ewerk oder zum FAZ Zukunftskongress "Leben 3.0" am 14. März 2012 im Cocoonclub in Frankfurt/Main.
Hier geht es zur Umfrage

SPOTLIGHT: EU-FORESIGHT-PROJEKT iKNOW

EU-Foresight-Projekt iKNOW
Das EU-Projekt iKnow ist unter Beteiligung von Z_punkt nach mehrjähriger Laufzeit nun abgeschlossen. Ziel war es, durch die Identifikation von Weak Signals und Wild Cards Ansatzpunkte für die zukünftige Ausrichtung der europäischen Forschungs- und Technologiepolitik zu entwickeln.

Neben der iKnow-Website, die u.a. eine Weak Signals-Datenbank enthält, wurden nun auch eine Reihe von Reports veröffentlicht, z.B. die iKnow National Studies, das iKnow ERA Toolkit oder die iKnow Policy Alerts.

Weitere Informationen zum iKnow-Projekt bei Karlheinz Steinmüller und Sivert von Saldern.

SPOTLIGHT: ZUKUNFT DER STROMVERSORGUNG

Zukunft der Stromversorgung
Wachsender Energiebedarf, Endlichkeit fossiler Ressourcen, Energiesicherheit und Reduktion von Emissionen: Die Anforderungen an die Elektrizitätsversorgung der Zukunft sind enorm. Ein Umbau ist unumgänglich. In einem Beitrag für das Magazin Swiss Future erklären unsere Experten für Energiewirtschaft Cornelia Daheim und Sven Hirsch, wie das gelingen kann.
Artikel als PDF Download


Z_PUNKTE - AUS DEM UNTERNEHMEN

Zukunft der Friedenseinsätze
Im Auftrag des Zentrums für internationale Friedenseinsätze moderiert Z_punkt derzeit ein Szenarioprojekt zur Zukunft von Friedenseinsätzen. Die Szenario-Workshops führen die Projektleiter Björn Theis und Karlheinz Steinmüller u.a. nach Adis Abeba und New York.

E-Mobility 2025 Szenarien für Berlin: Abschlussbericht
Der Szenario-Report und der Abschlussbericht des Projekts „IKT-basierte Integration der Elektromobilität in die Netzsysteme der Zukunft“ sind nun fertiggestellt und auf der Homepage des Instituts für Land- und Seeverkehr (ILS) der TU Berlin abrufbar. Z_punkt unterstützte in diesem Projekt die TU Berlin insbesondere bei der Szenarioentwicklung der möglichen Entwicklung von E-Mobility im Großraum Berlin.

Ausbau des internationalen Beratungsgeschäfts
Einen großen Teil unserer strategischen Zukunftsberatung erbringen wir bereits heute für Unternehmen außerhalb Deutschlands. Wir freuen uns, die Großbank BBVA als Kunden gewonnen zu haben. Damit sind wir nun nicht nur in Frankreich, England, USA und Südkorea aktiv, sondern auch in Spanien. Unsere Kunden profitieren von der internationalen Projekterfahrung in den Bereichen Energie, Chemie, Mobilität, Telekommunikation, Banking, Abfallwirtschaft und Regionalentwicklung.

Z_punkt im TUI Think Tank
Klaus Burmeister ist neu im Kreis der „Mitdenker“ des Tui Think Tanks – eine „Denkfabrik für Freizeit & Tourismus“. Im Zentrum der Überlegungen stehen gesellschaftliche und demographische Veränderungen. Inputs von Z_punkt für den Themenservice der TUI: Themenreisen und Urlaubstrends 2012.

Neue Ausgabe agora42: Kai Janneks Kolumne, diesmal zum Thema Geld
Seit zwei Jahren ist nun agora42 auf dem Markt. Das Magazin trägt den Untertitel „Ökonomie, Philosophie, Leben“. In der Jubiläumsausgabe geht es um die Frage „Was kostet Geld – und wenn ja, wie viel?“ Kai Jannek diskutiert in seiner Kolumne das Thema aus der Perspektive des Jahres 2050.
Artikel als PDF Download

Veranstaltung: Das neue Wachstum
Die Effizienz-Agentur NRW lädt ein zum 2. EFA-Dialog: „Das neue Wachstum – Strategien für ein ressourcenschonendes Wirtschaften“. Am 23. Januar 2012, ab 16.00 Uhr in der Haniel Akademie, Duisburg-Ruhrort. Z_punkt, vertreten durch Klaus Burmeister, leitet ins Thema ein.

Technologie- und Kommunikationskompetenz erweitert
Wir begrüßen Kai-Felix Gülden als neuen Consultant in unserem Team. Er ist Technologie- und Luftfahrtexperte und war zuvor in der Zukunftsforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt tätig. Neu im Team ist auch die Journalistin und Medienfachfrau Claudia Mützelfeldt. Ihre Aufgaben bei Z_punkt liegen in den Bereichen Kommunikation und Kundenbeziehungen.

Nachwuchs bei Z_punkt
Die Z_punkt-Familie wächst! Unsere Projektleiterin Vanessa Watkins hat in Bangkok ihren Sohn Vites zur Welt gebracht. Er ist das vierte Z_punkt-Baby in diesem Jahr. Die Zukunft ist gesichert ;-) P.S. Unsere Mobilitäts-Expertin Maria Schnurr ist nach ihrer Elternzeit Anfang Dezember wieder ins Team zurückgekehrt.

Advent@Z_punkt
Für eine zukunftsorientierte vorweihnachtliche Besinnung steht der Z_punkt-Adventskalender im Netz. Tag für Tag gibt es nun persönliche Link-Empfehlungen von Z_punkt-Mitarbeitern.

Helfen Sie mit!
Seit drei Jahren unterstützt das Z_punkt-Team im Brennpunkt-Bezirk Köln-Chorweiler die Initiative "Mittagessen für Kinder".
Hier bekommen über 120 Kinder täglich eine warme Mahlzeit und Hausaufgabenbetreuung. Seit diesem Jahr sind wir auch Förderer der Kulturloge Ruhr, die nicht verkaufte Veranstaltungstickets an Menschen vermittelt, die unter die Armutsgrenze fallen. Zwei Initiativen, die es verdient haben, noch mehr Freunde zu gewinnen.

FUTURE NEWS - AUS DER FORESIGHT BRANCHE

New York Times und ihre Leser suchen nach Innovationen der Zukunft
Die New York Times versammelt in einem Web-Projekt die wichtigsten Innovationen aus den Bereichen Computer, Künstliche Intelligenz, Mobilität, Lifestyle und Kommunikation der vergangenen 400 Jahren – und entwickelt daraus, zusammen mit ihren Lesern, Vorhersagen für die Zukunft.

Wachsende Innovationskraft in Deutschland
Deutschland ist im Ranking der internationalen Studie Innovationsindikator 2011 auf Platz 4 vorgerückt. Verglichen wurden 26 Industriestaaten. Das Ranking steht im Kontext der Hightech-Strategie 2020 der Bundesregierung.

Forschung und Entwicklung: EU-Überblick 2010
Soeben erschienen ist das EU Industrial R&D Investment Scoreboard. Enthalten sind Informationen von 1.400 Unternehmen weltweit. Danach hat die Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008 keine wesentlichen Auswirkungen auf die Forschungsanstrengungen großer Unternehmen gehabt. Auf Platz eins bei den Investitionen in R&D steht der japanische Autobauer Toyota, gefolgt vom schweizerischen Pharmaunternehmen Roche.

Corporate Social Responsibility: Neuer Leitfaden der EU
Die Strategie der Europäischen Kommission zielt darauf ab, nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung möglich zu machen, mittel- wie langfristig. Corporate Social Responsibility definiert die Kommission als „Verantwortung von Unternehmen für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft“. Auf dieser Grundlage entwickelt sie konkrete Vorschläge, wie ein Unternehmen seiner Verantwortung gerecht werden kann.

EU-Report: Cities of tomorrow
Kernaussagen der Studie Cities of tomorrow der Europäischen Union: Das Europäische Stadtmodell steht unter Druck. Aber daraus können produktive Ansätze entstehen. Neue Formen der Governance sind zentral, um diese Herausforderungen meistern zu können.

2020: Shaping Ideas
Ein visueller Genuss ist die Website 2020 Shaping Ideas des Kommunikationsunternehmens Ericsson. Michael Dell, CEO des gleichnamigen Unternehmens, trägt seine Zukunftsvisionen vor. Daneben sind viele, teils namhafte innovative Persönlichkeiten in diesem Multimedia-Auftritt vertreten.

Foresight UK: Die Zukunft des computergestützten Finanzmarkthandels
In Großbritannien wird etwa ein Drittel des Aktienhandels automatisch und mit hoher Geschwindigkeit abgewickelt, in den USA sind es etwa drei Viertel der Handelsbewegungen. Welche Auswirkungen hat die Entwicklung auf die Stabilität der Märkte? Auf den Wettbewerb? Auf die künftige Rolle der Finanzmärkte? Eine Studie des staatlichen Department for Business Innovation & Skills soll Antworten geben.

World Future Society: Forecasts for the Next 25 Years
In den kommenden 25 Jahren sieht die World Future Society für die Familie, die Karriere und die Gemeinschaft eine Reihe neuer Entwicklungen. Dazu zählen beispielsweise große Sandstürme in Asien und Afrika. Ausgelöst durch Erosion und Entwaldung würden gewaltige Mengen Erdreich durch Stürme in Bewegung geraten. Eine andere Vorhersage: Kommerzieller Weltraumtourismus soll über die kommenden Jahrzehnte erheblich zulegen.

Studie: Hope-, Hype- und Fear-Technologien
Im TAB-Brief No. 39 des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag heißt es: „Wie die traditionellen technischen Utopien versprechen auch moderne Entwürfe die Lösung fundamentaler Probleme oder auch die Erfüllung alter Menschheitsträume, erzeugen jedoch aufgrund von ungewissen, aber nicht auszuschließenden Risiken gleichzeitig Bedenken und Ängste.“ Zu diesen Erzählungen rechnen beispielsweise die Evolution und die gesellschaftliche Aneignung des Internets.

Wegweiser Mobilität: ADAC zur Zukunft der Mobilität
„Multimobil – auch ohne eigenes Auto: Wie geht das?“ Fragt der Allgemeine Deutsche Automobil-Club. Zusammen mit Verkehrsexperten und Laien hat er drei Szenarien für den Verkehr von morgen entwickelt. Eine Broschüre mit den Ergebnissen wird als Download angeboten.

Globale Megatrends: Factsheets des WBGU
Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) hat im laufenden Jahr insgesamt vier neue Factsheets vorgelegt. Die Themen: „Gesellschaftsvertrag“, „Transformation der Energiesysteme“, „Transformation zu Nachhaltigkeit“ und „Globale Megatrends“.

Open Innovation Plattform: Deutschland Land der Ideen
www.innovationskraftwerk.de
hat den Anspruch, die erste deutsche Open Innovation Plattform zu sein, „die neben Innovations- und Problemlösungsprozessen in der Wirtschaft auch wissenschaftliche und gesellschaftspolitische Fragestellungen behandelt“. Initiatoren sind die Bundesregierung und die deutsche Wirtschaft unter Federführung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).

Kultur- und Wirtschaftsstandort NRW
Vier Szenarios für die Kultur- und Kreativwirtschaft in NRW – zu finden auf der Seite www.creative.nrw.de - Untertitel: „Cluster Kultur- und Kreativwirtschaft“.

Ältere Belegschaften so produktiv wie jüngere
In den meisten industrialisierten Ländern ist das Durchschnittsalter der arbeitenden Bevölkerung erheblich gestiegen. Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung hat nun die Produktivität älterer Belegschaften in unterschiedlichen Sektoren der Wirtschaft untersucht. Das Ergebnis zeigt, dass mögliche Schwächen älterer Arbeitnehmer durch spezifische Stärken kompensiert werden können.

ZUKUNFTSMUSIK: QUATUOR EBENE: “FICTION” (2010)

ACHTUNG: FRISCH GESTRICHEN!
Der Routine entfliehen – das haben sich vier Streicher aus Frankreich vorgenommen, denen das Korsett der Klassik gelegentlich gegen den Strich geht: „Quatuor Ebene“, das „Ebenholz-Quartett“. Der Name ehrt jenes wertvolle Material, das im Instrumentenbau für Griffbretter und Wirbel verwendet wird, und lässt – anders als beim Beethovenquartett - keine Rückschlüsse aufs Repertoire zu. Jazz, Pop, Bossa und Filmmusik in Arrangements, wie man sie bislang nicht gehört hat.
Lennons „Come Together“ rockt kratzbürstiger als manche Gitarrenversion. In „Calling You“ kreieren flirrende Streicher knisternde Atmosphäre, eine Klang gewordene Fata Morgana. Auch Opernsängerin Natalie Dessay verlässt in „Somewhere Over the Rainbow“ ihr Metier, singt, als wäre Belcanto ein Fremdwort. Schauspielerin Fanny Ardant kostet bittersüßen „Lilac Wine“: ein Lied über Lust, Verlust und das Trunkensein vom Fliederwein - wie gemacht für eine Frau, die nicht wirklich singen kann – und der man dennoch an den Lippen hängt. „Fiction“ ist frei von angestrengter Attitüde, hip sein zu wollen. So macht Crossover Spaß.

Hörempfehlung: für Aufgeschlossene, die bei Pop mit Streichern auf eines verzichten können – Streicheleinheiten.
Mehr

HINWEIS ZUM ABONNEMENT

Dieser Newsletter erscheint alle sechs bis acht Wochen. Zum Abonnieren hier klicken. Änderung Ihres Profils und Kündigung ist jederzeit hier möglich.